Druckmaschinen-Zertifizierung

Anders als bei der PSO-Zertifizierung, bei welcher der gesamte Workflow einer Druckerei auditiert wird, wird bei der Druckmaschinen-Zertifizierung eine Druckmaschine geprüft.

Die Druckmaschinen-Zertifizierung kann auch zur Abnahme einer Druckmaschine angewendet werden.

Zur Zertifizierung von Druckmaschinen werden ISO-Normen und BVDM-Richtlinien verwendet.

Bei der Qualitätsbeurteilung einer Druckmaschine spielen die Passerabweichung, die Streifenbildung, die Farbschwankung und die richtige Walzenstellung wichtige Rollen. Die Zertifizierung eröffnet der Druckerei die Möglichkeit, den Nachweis zu führen, dass die zertifizierte Druckmaschine eine Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsgarantie darstellt. Schneller Andruck bedeutet weniger Papiermakulatur, optimaler Maschinenzustand erlaubt optimale Produktion in engen Toleranzen.

Die Zertifizierung einer Druckmaschine ist als Voraussetzung für eine PSO-Zertifizierung zu sehen, kann jedoch unabhängig von dieser durchgeführt werden.

Es werden nur die Druckmaschinen kontrolliert, nicht jedoch das bedienende Personal. Deren Qualifikation muss vorausgesetzt werden.

Die Vorlage eines Übereinstimungszertifikates mit den landesüblichen Sicherheitsbestimmungen ist unerlässlich.

Ein Wartungs- und Reparaturnachweis muss Auskunft über die Instandhaltung der Druckmaschine und seiner Aggregate geben.

An jeder Maschine muss ein zertifiziertes Scan-Farb- oder Dichtemessgerät vorhanden sein.

Folgende Parameter werden kontrolliert und vermessen:

  • Standardpasserabweichung über 4 Druckwerke
  • Anlagepasser
  • Druckzahl Andruck bis zum Gut zum Druck
  • Tonwertzunahme
  • Schieben und Doublieren
  • Streifenbildung im 80%-igen Raster
  • Farbabfall
  • Farbschwankung
  • Tonwertzunahmekurven
 

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