55 Jahre Ugra – Eine kleine Chronik

1952

Gründung der Ugra am 18. Dezember durch die drei Trägerverbände:

  • Schweizerischer Buchdruckerverein (SBV)
  • Verein Schweizerischer Lithographie-Besitzer (VSLB)
  • Verband Schweizerischer Papier- und Papierstoff-Fabrikanten (VSPPF)

Der Ugra gehören zum Zeitpunkt der Gründung 8 Verbände und 4 Einzelmitglieder an. Die Ugra-Geschäftsstelle wird beim Zentralsitz des SBV angesiedelt. Die Statuten legen fest, dass zur Bearbeitung der Ugra-Projekte die EMPA St. Gallen beauftragt wird.

1953

Erstes operatives Geschäftsjahr: Die EMPA St. Gallen beschafft für Druckversuche eine Buchdruckmaschine (OHZ Heidelberg) und eine Buchdruck Andruckmaschine (Vandercook). Später kommen noch eine Einfarben-Offsetmaschine (Color Metal Perle) und eine Offsetandruckpresse dazu. Ferner stellt die EMPA für die Bearbeitung von Ugra-Projekten einen Buchdrucker und einen Offsetdrucker ein.

1955

Die Ugra publiziert ihre Projektergebnisse im Ugra-Bulletin, das einmal jährlich erscheint. Wegen der vergleichsweise hohen Kosten wird das Ugra-Bulletin nach 11 Ausgaben nicht mehr weitergeführt. Die Projektergebnisse werden dann jeweils in einem eigenen Projektbericht publiziert.

1957

Die Ugra beteiligt sich mit einem eigenen Messestand an der internationalen Fachausstellung «Print 57» in Lausanne.

1962

Die Ugra bringt die erste Version des Ugra-Offset-Plattenkeils auf den Markt. Dieses Produkt wurde im Schosse der Technischen Kommission Offset unter der Federführung von Max Sigg entwickelt. Damaliger Preis CHF 30.–.

1963

Erstmalige Publikation der Ugra-Mitteilungen, die bis 1974 viermal jährlich und dann dreimal jährlich erscheinen. Insgesamt sind bis Ende 2001 116 Hefte erschienen. Das Erscheinungsbild wurde dreimal angepasst.

1965

Die Ugra wird Gründungsmitglied der Internationalen Vereinigung der grafischen Forschungsinstitute (IARIGAI).

1967

Einführung der Ugra-Merkblätter: Dabei handelt es sich um zwei- bis vierseitige Empfehlungen oder Handlungsanweisungen für die Praxis sowie um praxisnahe Zusammenfassungen von Ugra-Projekten. Die Merkblätter werden seit 1990 nicht mehr publiziert. Insgesamt erschienen Blätter (die teilweise mehrfach aktualisiert wurden) zu 25 Themen.

1968

Im Rahmen eines neuen Zusammenarbeitsvertrages mit der EMPA wird die Geschäftsstelle der Ugra an der EMPA St. Gallen angesiedelt.

1972

Gründung der Höheren Technischen Lehranstalt für die grafische Industrie (esig+) in Lausanne: Damit beginnt eine langjährige Zusammenarbeit mit der Ugra und der EMPA St. Gallen. Im Vordergrund steht die Mitwirkung der EMPA auf dem Gebiet des Unterrichts. In Diplom- und Semesterarbeiten werden zudem Fragestellungen bearbeitet, die sich auf laufende Ugra-Projekte beziehen.

1975

Die Ugra ist Gastgeberin der 13. Forschungskonferenz der IARIGAI, die in Wildhaus SG stattfindet. Unter der Organisation der EMPA treffen sich Vertreter von 25 Instituten aus 15 Ländern zu einer einwöchigen Konferenz.

1977

Die Ugra führt das erste gemeinsame Projekt mit der FOGRA in München durch. Es handelt sich um eine Bewertung von je 17 Auflicht- und Durchlicht-Densitometern.

1978

Um eine Kompetenz im rasch wachsenden Fotosatzgebiet aufbauen zu können, wird an der EMPA St. Gallen ein Fotosatzsystem mit rotierender Schriftscheibe (Modell Bobst Eurocat 152) installiert. Ein erstes Projekt befasste sich mit der Kontrolle und Steuerung der Schriftqualität im Fotosatz. 1986 wurde der erste Laserbelichter (Linotronic 300) installiert, der bereits von zwei Nachfolgegeräten abgelöst worden ist.

1985

Als Vertreter der Ugra wird Prof. Dr. K. Schläpfer zum Vorsitzenden der Internationalen Vereinigung der grafischen Forschungsinstitute (IARIGAI) gewählt. Er bekleidet dieses Amt bis 1991.

1986

Die Ugra beginnt mit dem Verkauf des Ugra-Offsetkeils nach Japan. Auf der Basis verschiedener Zusammenarbeitsverträge mit der Firma Kohan in Tokio entwickelt sich Japan für die Ugra zum viertwichtigsten Abnehmerland für Kontrollmittel (hinter der Schweiz, Deutschland und USA).

1987

Erster Beitrag der Ugra zum Thema «Digitale Fotografie» in den Ugra-Mitteilungen. In der Folge wurde an der EMPA eine weitreichende Kompetenz auf diesem Gebiet aufgebaut. Zurzeit werden auch Kontrollmittel für die digitale Fotografie entwickelt.

1988

Beginn des Macintosh-Zeitalters an der EMPA: Mit der Installation von zwei Mac II, je einem s/w- und einem Farbscanner sowie einem PostScript-Laserprinter werden die Voraussetzungen geschaffen, damit praxisorientierte Ugra-Projekte über Desktop-Publishing durchgeführt werden können. Das DTP System wird zusätzlich mit einem bereits vorhandenen digitalen Filmbelichter und dem Hauscomputer der EMPA vernetzt. Das Mac-Netzwerk der Abt. Medientechnik der EMPA wächst später bis auf 50 Mac-Geräte.

1989

Erster Ugra-Bericht, der auch betriebswirtschaftliche Fragestellungen beantwortet: Es handelt sich um eine Marktübersicht von 112 Offsetmaschinen mit Angaben für die Platzkostenberechnung.

1990

Ugra-Patentanmeldung: «Verfahren zur Qualitätskontrolle in der digitalen Bildwiedergabe».

1991

Die Ugra führt die erste Fachtagung unter dem Titel «Umweltmanagement in der Druckindustrie» durch. Die Tagung wurde bis 2001 elfmal durchgeführt und ist jeweils im März ein fester Termin in der Veranstaltungsagenda.

1992

Die Ugra unterzeichnet einen Zusammenarbeitsvertrag mit der FOGRA in München auf dem Gebiet der digitalen Kontrollmittel. In der Folge werden die Kontrollmittel beider Institute unter dem gemeinsamen Namen Ugra/FOGRA vermarktet.

1995

Entwicklungen auf dem Gebiet der neuen Medien, insbesondere Internet und Multimedia, werden im Schosse einer neugegründeten Ugra-Fachkommission behandelt. Im Folgejahr wird die erste Fachtagung Internet und Multimedia mit 157 Teilnehmern durchgeführt.

1996

Die EMPA und damit die Geschäftsstelle der Ugra beziehen ein neues Gebäude im Westen der Stadt St. Gallen.

1998

Eine Intensivierung des Kursangebotes führt zur vorläufigen Höchstzahl von 13 verschiedenen Kursthemen im gleichen Jahr mit 19 durchgeführten Kurstagen.

1999

Mit dem Ugra/FOGRA-MiniTarget startet die Ugra eine neue Generation von Kontrollmitteln, die sich durch geringen Platzbedarf und eine einfache Auswertung auszeichnen: Auf einer Messfläche, die nur wenig grösser ist als ein früheres Volltonfeld können mit einer einzigen Ablesung pro Grundfarbe acht Qualitätsparameter abgelesen werden, wovon erstmals auch die Passergenauigkeit.

1992

Die Ugra unterzeichnet einen Zusammenarbeitsvertrag mit der FOGRA in München auf dem Gebiet der digitalen Kontrollmittel. In der Folge werden die Kontrollmittel beider Institute unter dem gemeinsamen Namen Ugra/FOGRA vermarktet.

1995

Entwicklungen auf dem Gebiet der neuen Medien, insbesondere Internet und Multimedia, werden im Schosse einer neugegründeten Ugra-Fachkommission behandelt. Im Folgejahr wird die erste Fachtagung Internet und Multimedia mit 157 Teilnehmern durchgeführt.

1996

Die EMPA und damit die Geschäftsstelle der Ugra beziehen ein neues Gebäude im Westen der Stadt St. Gallen.

1998

Eine Intensivierung des Kursangebotes führt zur vorläufigen Höchstzahl von 13 verschiedenen Kursthemen im gleichen Jahr mit 19 durchgeführten Kurstagen.

1999

Mit dem Ugra/FOGRA-MiniTarget startet die Ugra eine neue Generation von Kontrollmitteln, die sich durch geringen Platzbedarf und eine einfache Auswertung auszeichnen: Auf einer Messfläche, die nur wenig grösser ist als ein früheres Volltonfeld können mit einer einzigen Ablesung pro Grundfarbe acht Qualitätsparameter abgelesen werden, wovon erstmals auch die Passergenauigkeit.

2000

Zusammen mit der FOGRA ist die Ugra mit einem Gemeinschaftsstand an der Drupa 2000 in Düsseldorf vertreten. Die fünfte Internationale Ugra-Fachtagung Internet&Multimedia verzeichnet mit 233 Teilnehmern einen Rekord, und dies kurz vor dem New Media Hype.

2001

Nach fünf Jahren wird die Ugra-Homepage neu gestaltet. Die Ugra hat eine eigene Homepage entwickelt. Der Umfang beträgt 76 Seiten. Sie wird unter www.ugra.ch aufgerufen.

2005

Am 1. Januar beginnt die Ugra losgelöst von der EMPA St. Gallen selbständig zu wirken. Sie bleibt aber im EMPA Gebäude in St. Gallen eingemietet und kann die verschiedenen Disziplinen der EMPA für Ihre Dienstleistungen und Forschungsprojekte miteinbeziehen. Die WebSite www.ugra.ch wird dazu mit einem neuen Design lanciert und für die Geschäftstätigkeit der Ugra wird ein neuer Name und ein neues Logo verwendet.

2006

Nach einen guten Jahresabschluss 2005 wird das 2. Jahr der Selbständigkeit in Angriff genommen. Der Personalbestand wird von 4 Mitarbeitern auf 7 aufgestockt. Als krönenden Abschluss des Jahres wird die Ugra-Druckfachtagung mit über 100 Teilnehmern und 15 Ausstellern am 7. Dezember durchgeführt.

 

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