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Fernaudit – Auditieren aus der Ferne

Ein Fernaudit ist eine zulässige Methode, ein Audit nicht vor Ort und mit physischer Präsenz, sondern auf Basis einer digitalen bzw. virtuellen Kommunikationstechnologie durchzuführen. Dabei gilt es, bestimmte Voraussetzungen sowie Chancen und Risiken zu beachten.

Was sind Fernaudits?

Mit der Revision der SN EN ISO 19011:2018, dem «Leitfaden zur Auditierung von Managementsystemen», werden u.a. formale Rahmenbedingungen festgelegt, inwieweit Fernaudits alleinstehend oder in Kombination mit Audits vor Ort durchgeführt werden können. Fortschreitende Digitalisierung und technische Hilfsmittel erlauben unter bestimmten Bedingungen die zielkonforme Durchführung von Audits aus der Ferne. Fernaudits sind eine Methode zur Durchführung von Audits. Sie bieten sich i.d.R. bei Review-Tätigkeiten sowie bei schwer erreichbaren Standorten oder Reiseeinschränkungen in Krisensituationen an. So kann z. B. ein Aufrechterhaltungsaudit aus der Ferne durchgeführt werden, wenn keine wesentliche Nichtkonformitäten durch den Auditor zu überprüfen sind.

Der Einsatz von Fernaudits sollte dabei in einem ausgewogenen Verhältnis erfolgen. Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg von Fernaudits ist das gegenseitige Vertrauen und die Akzeptanz sowie der Einsatz geeigneter und sicherer Kommunikationstechnologie. Fernaudits ersetzen keine Vor-Ort-Audits und sind auch keine Online-Zertifizierung.

Was ist zu beachten?

Der Auditor muss grundsätzlich die Chancen und Risiken für das festgelegte Auditprogramm und die zu erreichenden Auditziele betrachten und über entsprechende Kompetenzen verfügen, Audits aus der Ferne durchzuführen. Eine besondere Sorgfalt besteht auch in der vorgängigen Kommunikation über bereitzustellende Informationen und Dokumente oder Stichproben seitens der auditierten Organisation. Fernaudits werden immer durch den Auditor schriftlich dokumentiert.

Wann sind Fernaudits nicht zulässig?

Bei einer Erstzertifzierung führt die Ugra immer ein Vor-Ort-Audit durch. Sind wesentliche Nichtkonformitäten im vorangegangenen Audit festgestellt worden oder grundsätzliche Veränderungen in der Prozesskette oder beim Personal aufgetreten, ist ein Fernaudit ebenfalls nicht das Mittel der Wahl. Bestehen Risiken, welche die Ziele und die Wirksamkeit des Audits gefährden, oder komplexe Prozesse am Standort, welche nicht digital überprüft werden können, plant der Auditor ebenfalls ein Vor-Ort-Audit.

Weitere Informationen

Fact Sheet «Fernaudit – Auditieren aus der Ferne» (PDF)

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