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Kromer Print AG erlangt schweizweit erste
swissPSD® Zertifizierung

Digitaldruck: Keine Kompromisse bezüglich Qualität

Der Digitaldruck der Kromer Print AG ist schweizweit als erster nach ugraCert® swissPSD® und den Anforderungen der ISO/TS 15311 zertifiziert. Dass diese Zertifizierung auch in der Schweiz verfügbar ist, dafür hat sich der CEO der Kromer Print AG, Andy Amrein, aktiv eingesetzt.

Herr Amrein, weshalb ist die swissPSD-Zertifizierung für die Schweizer Druckbranche wichtig?

Der Trend zu Drucksachen «on demand» ist stark am Wachsen und führt zu immer kleineren Auflagen,die wirtschaftlich im Digitaldruck hergestellt werden und für die es keine Kompromisse bezüglich Qualität gibt. Unsere Kunden interessieren sich nicht für das Druckverfahren, sondern für das Endprodukt, welches die Erwartungen in allen Belangen erfüllen soll.

Wo sehen Sie den hauptsächlichen Nutzen der swissPSD-Zertifizierung?

Die Reproduzierbarkeit von Drucksachen über das Druckverfahren hinaus ist wohl das wichtigste Argument. Drucksachen und Kampagnen müssen wirtschaftlich hergestellt werden, aber eine kleine Auflage z.B. für die italienische Version soll möglichst gleich aussehen.

Sie sind auch im Vorstand der Ugra, dem Verein Schweizer Kompetenzzentrum für Druck- und Medientechnik, welcher die Schweiz in Gremien der ISO/TC 130 vertritt. Haben Sie von diesem Vorstandsmandat profitiert? Wurde Ihr Wunsch nach der swissPSD-Zertifizierung vielleicht auch deshalb gehört?

Es verhält sich eher umgekehrt. Der Fokus unserer Firma richtet sich seit Jahren auf eine branchenweite Standardisierung, um Einkaufshürden für komplexe Beschaffungsprozesse abzubauen. Aus dieser Motivation heraus kann ich Anliegen aus dem Markt im Gremium einbringen. Der Informationsvorsprung hat dann sicher dazu geführt, bei der swissPSD-Zertifizierung eine Pionierrolle einzunehmen.

Andy Amrein, CEO Kromer Print AG

Wichtig wäre mir, dass das Label «Printed in Switzerland» oder Nachhaltigkeitslabels wie EcoVadis eine breitere Anerkennung erfahren und so den Wirtschaftsstandort Schweiz stärken und gleichzeitig die Druckindustrie wieder attraktiver machen.

Ihre Druckerei ist schweizweit die erste, welche nach ISO/TS 15311 zertifiziert wurde. Was bedeutet das für die Kromer Print AG?

Es ist ein weiterer Baustein in unserem «Wohlfühlpaket», bei dem wir unseren Kunden standardmässig verschiedene Optionen zur Verfügung stellen. Egal, ob Drucksachen klimaneutral oder nach verschiedenen ISO-Normen hergestellt werden sollen, wir haben das entsprechende Angebot. Übrigens auch im Bereich der Informationssicherheit. Insofern ist es ein starkes Signal nach aussen bzw. an den Markt.

Wie war das Audit für Ihr Team? Welche Bereiche waren besonders herausfordernd?

Da unser Team sehr eingespielt ist und langjährige Erfahrungen bei verschiedensten Zertifizierungen hat, waren die Vorgespräche eigentlich der wichtigste Teil. Das Audit selbst verlief sehr konstruktiv und beide Seiten konnten ihr Know-how einbringen und weiterentwickeln.

Wo waren Sie angenehm überrascht, dass sämtliche Vorgaben schon länger bei Ihnen vollständig erfüllt wurden?

Mit der Erfahrung aus der swissPSO-Zertifizierung haben wir mit den bestehenden Testformen bereits seit längerer Zeit unsere Qualität im Digitaldruck geprüft. Von daher gab es wenig Überraschendes.

Welche weiteren Zertifizierungen fänden Sie ebenfalls sinnvoll für die Schweizer Druckindustrie?

Wir sind überzeugt, dass das Thema Informationssicherheit in der Branche noch Potential hat. Die Zertifizierung nach ISO 27001 existiert aber bereits. Eine weitere Zertifizierung drängt sich meiner Meinung nach im Moment nicht auf. Wichtig wäre mir, dass das Label «Printed in Switzerland» oder Nachhaltigkeitslabels wie EcoVadis eine breitere Anerkennung erfahren und so den Wirtschaftsstandort Schweiz stärken und gleichzeitig die Druckindustrie wieder attraktiver machen.

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